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Auf diesem Bild sehen Sie Gesichtsausschnitte von Frauen
   

Unternehmensnachfolge durch Frauen in Deutschland


Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt seit Beginn der 90er Jahre die Anzahl der anstehenden Unternehmensübertragungen in Deutschland. Die Zahl der für den Zeitraum 2010 bis 2014 geschätzten, anstehenden Unternehmensübertragungen ist - im Vergleich zur vorangegangen 5-Jahres-Periode - deutlich gesunken. Dies liegt daran, dass neuerdings zugängliche Datenquellen erstmals ein neues Schätzverfahren ermöglichen, welches eine sachgerechte Selektion der Unternehmen hinsichtlich ihrer Übergabewürdigkeit erlaubt. Während in der Vergangenheit lediglich Angaben zu den Jahresumsätzen der Betriebe vorlagen, können heute aussagekräftigere Gewinnzahlen zur Einschätzung der Übergabewürdigkeit herangezogen werden: Ein Unternehmen gilt nach dem neuen Verfahren als übergabewürdig, wenn es mindestens einen Jahresgewinn in der Höhe eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens (Stand 2010, ca. 49.500 Euro) zzgl. des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung erwirtschaftet. Nach jüngsten Schätzungen des IfM steht im Zeitraum 2010 bis 2014 in 110.000 Familienunternehmen die Übergabe an.

In Arbeitsplätzen gesprochen werden im 5-Jahres-Zeitraum 1,4 Millionen bzw. jährlich 287.000 Beschäftigte davon betroffen sein. Um wesentliche Säulen der deutschen Wirtschaft zu sichern (95 Prozent aller Unternehmen sind Familienunternehmen) und den sogenannten Nachfolgestau möglichst aufzulösen, gilt es, verstärkt das Potenzial von Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen zu mobilisieren. Denn obwohl die aktuelle Frauengeneration noch nie so hoch qualifiziert war wie heute, beträgt der Frauenanteil bei Betriebsübernahmen aktuell lediglich zwischen 13 und 23 Prozent.

Zur Professionalisierung der heutigen Frauengeneration: Mehr als die Hälfte aller Studierenden an Hochschulen und Universitäten sind weiblich. Die Frauenerwerbsquote liegt mittlerweile bei 64 Prozent. Und bereits jede dritte Existenzgründung erfolgt durch eine Frau. Auch als Unternehmerin zeichnen Frauen sich aus, handeln sie doch besonders verantwortungsbewusst wie das Ergebnis einer aktuellen Studie des BMFSFJ gemeinsam mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) zeigt: Anstatt an ihrer Position als Chefin festzuhalten, regeln sie viel öfter als männliche Kollegen bereits frühzeitig ihre Nachfolge, bei welcher der Erhalt von Arbeitsplätzen für sie an erster Stelle steht.

Deutschland ist also längst Land von hochqualifizierten Chefinnen, die über die notwendigen Qualifikationen und Kompetenzen verfügen, ein Unternehmen erfolgreich zu übernehmen.

Erfahren Sie mehr über die Unternehmensnachfolge durch Frauen in unseren Publikationen zum Thema:

 
 
 
Thema des Monats Februar
Unternehmerische Selbstständigkeit von Frauen mit Migrationshintergrund
 
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