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Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland hängt im wesentlichen davon ab, dass es der deutschen Wirtschaft gelingt, sich erfolgreich in den Branchen mit den größten Wachstumsaussichten und Erfolgspotenzialen zu positionieren. Der Technologiesektor gehört hier zu den vielversprechendsten Märkten. Eine neue Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt, dass die deutsche Wirtschaft hier noch längst nicht alle Potenziale ausschöpft. So liegt die Zahl der Unternehmensgründungen insgesamt 2007 um 15 Prozent niedriger als 1995. Die Anzahl der High-Tech-Gründungen ging im gleichen Zeitraum sogar um 22 Prozent zurück. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) als einziges bundesweites Kompetenz- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbstständigkeit von Frauen über alle Branchen und Phasen der Existenzgründung und des Unternehmensausbaus hat vor diesem Hintergrund High-Tech-Gründungen durch Frauen als eines ihrer schwerpunktmäßigen Arbeitsthemen auf ihre Agenda gesetzt.
Die gerade erschienene bga-Dokumentation „Frauen gründen High-Tech! Maßnahmen und Angebote für Gründerinnen im High-Tech-Bereich auf dem Prüfstand“ vermittelt wichtige Anregungen zur Förderung von High-Tech-Gründungen durch Frauen, zeigt auf, mit welchen Ansätzen sich der bisherige Gender Gap in der Technologiebranche überbrücken lässt und stellt zahlreiche erfolgreiche Projekte und Modelle vor, mit denen es bereits gelungen ist, die Gründung von Technologieunternehmen durch Frauen zu stimulieren. Darüber hinaus werden verschiedene Gründerinnen aus dem Technologieumfeld vorgestellt, die anhand ihrer eigenen Gründungserfahrungen eine wichtige Vorbildfunktion für Nachahmerinnen übernehmen. Impulse wie diese werden von der bundesweiten gründerinnenagentur regelmäßig im Rahmen von Fachtagungen geprüft, verifiziert und über die im bga-Netzwerk vertretenen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in die Öffentlichkeit getragen, um die Rahmenbedingungen für High-Tech-Gründerinnen zu verbessern. Im Rahmen der Fachtagung „Frauen gründen High-Tech!“, die im Februar 2009 in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin in der Landeshauptstadt stattfand, diskutierten beispielsweise Expertinnen und Experten aus Gründungsförderung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über neue Möglichkeiten der Entrepreneurship Education, des Gender Mainstreamings und des Know-how-Transfers von der Wissenschaft in die Wirtschaft, die dazu geeignet sind, die Zahl technologieorientierter Gründungen von Frauen in Zukunft zu erhöhen. Pressemitteilung
„Die High-Tech-Branche ist ein Feld mit großem Potenzial für Unternehmensgründungen durch Frauen, das noch längst nicht ausgeschöpft ist. Während Frauengründungen bereits einen Anteil von 16 Prozent an den Unternehmensgründungen insgesamt ausmachen, sind es im High-Tech-Umfeld gerade einmal acht Prozent. In den sehr technologieaffinen Studienfächern liegt der Absolventinnenanteil hingegen bereits bei bis zu 37 Prozent. Ziel der bundesweiten gründerinnenagentur ist es, Frauen mit technologischer Qualifikation verstärkt für die Chancen zu sensibilisieren, die in High-Tech-Gründungen liegen“, so bga-Projektleiterin Claudia Böhnke, die bei der bundesweiten gründerinnenagentur den Arbeitsschwerpunkt technologieorientierte Gründungen verantwortet.
Gender Mainstreaming als Weg zu mehr Chancengleichheit Das von der Europäischen Union propagierte Gender Mainstreaming zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufsleben kann dazu beitragen, mehr Frauen für High-Tech-Gründungen zu mobilisieren. So geht das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung davon aus, dass vor allem in der Orientierungsphase vor der Gründung und während der Gründungsvorbereitung mehr genderspezifische Angebote sinnvoll sind, um den Dispositionen von Gründerinnen besser Rechnung zu tragen.
„Die von der bundesweiten gründerinnenagentur unterstützte wissenschaftliche Sondierung der Wirkung von Frauenförderung und Gender Mainstreaming hat es zum Ziel, die Akteurinnen und Akteure der Gründungsförderung und die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die im Bereich Entrepreneurship Education engagiert sind, für die Wirkung genderspezifischer Ansätze zu sensibilisieren, damit sie diese dort, wo es sinnvoll ist, anwenden können. Diese Initiativentragen dazu bei, das gesellschaftliche Klima für High-Tech-Gründungen durch Frauen zu verbessern, und vermitteln potenziellen Gründerinnen neue Perspektiven für die Ausgestaltung einer eigenen Unternehmensgründung in der Technologiebranche“, so bga-Projektleiterin Claudia Böhnke.
Die in der bga-Dokumentation exemplarisch vorgestellten vier nationalen und internationalen Impulsprojekte zur Förderung von weiblichen Technologiegründungen, die teils im Rahmen des Aktionsprogramms „Power für Gründerinnen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung angelegt sind, belegen, dass diese genderspezifischen Ansätze bereits Früchte tragen. Die Nano Entrepreneurship Academies NEnA beispielsweise adressieren potenzielle Gründerinnen aus den Nano-Wissenschaften und bereiten Wissenschaftlerinnen in mehreren Workshop-Reihen auf die Realisierung ihrer Geschäftsideen vor. Ein Drittel der Teams der ersten beiden Nano Entrepreneurship Academies hat die konkrete Realisierung der in den Workshops entwickelten Geschäftsideen in Angriff genommen, was die Wirkung solcher Programme untermauert.
Publikationen der bundesweiten gründerinnenagentur zu technologieorientierten Gründungen Frauen:
NEUERSCHEINUNG: Frauen gründen High-Tech! Maßnahmen und Angebote für Gründerinnen im High-Tech-Bereich auf dem Prüfstand (Dokumentation der bga-Fachtagung, 5. Februar 2009, Technische Universität Berlin)
Berufswege und Selbstständigkeit von Frauen aus der Mathematik (bga-Faktenblatt Nr. 23, 2008)
Selbstständigkeit von Frauen in der Informatikbranche (bga-Faktenblatt Nr. 6, 2006)
Technologieorientierte Gründungen durch Frauen (bga-Faktenblatt Nr. 5, 2006)
2. Expertinnen / Experten Workshop der bundesweiten gründerinnenagentur (bga): Technologieorientierte und wissensbasierte Unternehmensgründungen durch Frauen – Netzwerke, Spin-offs, Teamgründungen (Dokumentation der bga-Fachtagung am 28. März 2006)
Die Publikationen stehen im Internet als Download zur Verfügung: www.gruenderinnenagentur.de > Information > Fakten & Forschung > bga Publikationen.
Diese Pressemitteilung steht hier als PDF zum Download bereit.
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